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Reinhard Trinklers Schrammel-Comic auf You Tube

Posted in Fernsehen, Kottan, Medien by sicherheitwien on 12. Juli 2010

(Wien, im Dezember 2010) Die Neuauflage des Kottan-Film ist derzeit in aller Munde. Die Meinungen sind unterschiedlich.

Seit zwei Jahren Jahren beliefert ein anderer mit einer Neudeutung der Kottan-Serie aus den 1980er-Jahren, die 19 Folgen währte, den Webkanal „You Tube“. Dort sind einige Duzend Teile der Serie „Schrammel“ in Zeichnungen zu sehen. Die meisten Filme haben kurze Filmeinleitungen, der Rest ist Comic.

Reinhard Trinkler ist 23 Jahre alt, stammt aus dem niederösterreichischen Weinviertel und zeichnet Comics. Den Beginn machte 2008 ein Krimi-Horror-Comic namens „Dr. Mabuse jagt Dr. Gu Man Chu“. Danach folgte die „Schrammel“-Serie. Trinkler stellt Kottans Assistenten in den Mittelpunkt seiner Serie. Über 70 Teile hat der Comic, gut zwanzig Abschnitte stellte der Autor im letzten Jahr auf You Tube ein. Sein Held ist Schrammel, nicht Kottan.

Eines Tages zeigte er beim Jahrestreffen der Kottan-Fans seinen Comic, den er ohne Auftrag zeichnete, dem Serien-Regisseur Peter Patzak. Dieser war beigeistert. Danach entstand ein tatsächliches Auftragswerk, der Comic „So long Kottan“, in dem nun der weithin bekannte Polizist im Mittelpunkt steht. Mit den Söhnen des in den 90er Jahren verstorbenen Drehbuchautors und Erfinders der Filmfigur, Helmut Zenker, gibt es, so Reinhard Trinkler, nun die Abmachung, dass der Zeichner einige weitere Kottan-Folgen als Comic umsetzt.

Sag niemals nie

Somit sehen sich alle obenauf. Der Kinofilm „Kottan ermittelt – Rien ne va plus“ startet an Amfang Dezember 2010 in österreichischen Kinos. Das Wiener Rabenhof-Theater brachte vor einem Jahr eine „Kottan“-Bühnenfassung auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Nun gibt es den Filmhelden der Wiener Polizei, der sich nie als Polizist sah, sondern nur bei der Polizei arbeitete, auch als Comic.

Es kann kaum eine andere Polizeiserie im deutschsprachigen Raum darauf verweisen, dass sie auf so vielen Ebenen kreativ verabreitet wurde. Das liegt auch daran, dass Kottan nie eine Polizeiserie war, in der die Kriminaltat, die Grausamkeit oder die Kriminalität an sich im Mittelpunkt stand, sondern eher das morbide Wiener Lebensbiotop der ausgehenden 1970er und beginnnden 1980er Jahre, das bis heute als Projektionsfläche für vielschichtige Interpretationen offen steht.

Noch ein Filmausschnitt, weil gut (nur direkt via You Tube):

Marcus J. Oswald (Ressort: Medien, Fernsehen, Kottan)

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