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Letzte Tat von Innenministerin Fekter – Facebook für alle (Polizisten)

Posted in Cybercrime by sicherheitwien on 19. April 2011

Die Innenministerin Maria Fekter. Ab 21. April dann Finanzministerin. Sie gibt in einer letzten Tat Facebook für Polizisten frei. (Foto: ÖVP Webseite, Abruf am 18. April 2011)

(Wien, im April 2011) Eine letzte Großtat setzt die Innenministerin Maria Fekter laut ihrer Partei ÖVP. Wie auf der Webseite der Regierungspartei klar erkennbar, setzt sich Maria Fekter für „Facebook“ ein.

Jedoch nicht so, die wie Facebookianer das erwarten, sondern etwas anders. Sie sagt, sie gäbe nun „Facebook“ für jede Polizeidienststelle frei, weil das Ermitteln in Facebook ein Fortschritt sei. Die Organisierte Kriminalität sei in Facebook verankert. Ein „zeitgemäßer Kampf“ dagegen sei mit Facebook möglich.

Schnüffelplattform Facebook

Damit ist erwiesen, dass Facebook schon lange kein „Soziales Netzwerk“ mehr ist, in dem offene und angenehme Kommunikation herrscht, sondern ein Tummelplatz für Behörden, Profi- und Amateurschnüffler, die den Überwachungsstaat über das Internet ausbauen.

Damit ist auch erwiesen, dass der Schritt des Herausgebers des „Blaulicht und Graulicht“-Verbundes goldrichtig war, im März 2011 den Facebook-Account zu eliminieren, weil es nicht gut ist, wenn alle Welt Privatfotos von Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten in den privaten Computer abspeichert, um daraus Sozialprofile anzulegen.

Wer das weiterhin will, solle es tun. Er muss in Österreich seit 18. April 2011 aber damit rechnen, dass 30.000 Polizisten und Polizeiverwaltungsbeamte in den Amtsstuben rund um die Uhr mitlesen dürfen.

Marcus J. Oswald (Ressort: Cybercrime)

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