Ruhe und Ordnung – Das Sicherheitsmagazin

Wirtschaftskammer Österreich mit neuer Initiative und Homepage – Sicherdaheim.at

Posted in Einbruch, Foerderung, Praevention, Strategien by sicherheitwien on 18. Oktober 2010

Neue Webplattform der Wirtschaftskammer zum Einbruch und seiner Verhütung. (Screen: WKO, 18. Oktober 2010)

(Wien, im Oktober 2010) Die großen Verbände machen sich für mehr Sicherheit stark, bewerben die Kernanliegen und bedienen sich der Neuen Medien. Nachdem im Oktober 2010 die österreichische Polizei die Internetplattform Innen.Sicher ins Leben gerufen hat, zieht die Wirtschaftskammer nach.

Die Standesvertretung der Unternehmen und Gewerbebetriebe launchte eine eigene Webplattform, die sich mit dem Einbruch, seinen Folgen und vor allem der Verhütung beschäftigt. „Sicherdaheim.at“ heißt die Webseite, auf der umfassend und unternehmensneutral, wenngleich investitionsfördernd zum Thema informiert wird. Natürlich ist der Hintergedanke der Branchenlösung im Spiel: Diejenigen, die sich und ihr Eigentum absichern wollen, sollten auch in den heimischen Wirtschaftszweig an Fachleuten investieren. Wer kein oder zu wenig Geld hat, dem wird auf der Webseite die „Erste Bank“ empfohlen, die mit Sicherheitskrediten aushilft, damit man sich zum Beispiel eine starke Wohnungstüre leisten kann.

Sicher Daheim

Die Informationsseite sicherdaheim.at gliedert sich in die Fachbereiche „Alarm“, „Tischler“, „Schlosser“, „Glaser“ und „Berufsdetektive“. Vor allem die Schlosser haben einen großen Raum auf der Webseite, da sie von Schlössern, Beschlägen, Zylindern, Sicherheitstüren, Schließanlagen, Tresore so gut wie alle Kernbereiche einer Tür abdecken. Aber auch die Tischler kommen nicht zu kurz. Die Glaser bieten durchbruchhemmendes Glas und durchwurfhemmendes Glas.

Durchbruchhemmendes Glas der maximalen Stärke PB8 zum Beispiel ist Glas, das mehr als 70 Hammerschläge aushält, ehe eine Öffnung von 40 mal 40 Zentimeter entsteht. Dieses Glas ist interessanterweise noch durchsichtig, sehr teuer und wird für Energiezentralen empfohlen.

PDF mit näheren Infos – durchbruchhemmendes Glas! (694 kb)

Durchwurfhemmendes Glas gibt es in fünf Widerstandsklassen. Es kommt unterschiedlich zum Einsatz. Sicherheitstechnisch unterscheidet man in „Fensterglas in Verwaltungsgebäuden für Erdgeschoss“ (hohe Sicherheitsstufe, PA4), „Fensterglas in Verwaltungsgebäuden für 1. Obergeschoss“ (mittlere Sicherheitsstufe) und „Fensterglas in Verwaltungsgebäuden für 2. Obergeschoss“ (geringste Sicherheitsstufe). Die hohe Stufe PA 4 ist neun Zentimeter stark. Die Prüfmethode ist die „Kugelfallprüfung“: Eine vier Kilogramm schwere Kugel wird drei Mal auf eine Scheibe geworfen und die Scheibe muss standhalten.

PDF mit näheren Infos – durchwurfhemmendes Glas! (667 kb)

Auch die Kriminalprävention der Polizei hat ein eigenes Ressort auf der Webseite „Sicher Daheim“: Sie bietet Informationen zu den Bereichen Eigenheim, Wohnungen, Einbruchsschutz, Reisezeit an.

Aus Sicht der „Versicherungen“ werden die feinen Unterschiede bei der Schadenserhebung und die Versicherungsleistung erläutert. Die „Erste Sparkasse“ hat ein Ressort auf der Seite und bewirbt Kleinkredite ab 3.500 Euro und solche ab 7.000 Euro, so sie zur Sicherheitsleistung des Wohnbereiches verwendet werden.

Förderungen in Wien und Niederösterreich

Das Ressort „Förderungen“ verweist auf zwei Stellen in Wien und Niederösterreich, die sehr aktiv Landesförderungen an Wohnungs- und Eigenheimbesitzer geben. Die einzelnen Stellen im Link:

Wien hat die alte Subvention verlängert (20 % der Kosten bei Tür, maximal 400 Euro pro Türflügel; über MA 50).

Niederösterreich verlängerte seit 2006 laufend die Förderaktion und gibt 30 % Kostenzuschuss.

Breites Informationsangebot

In Summe bietet die Webseite der Wirtschaftskammer viel Information zum Thema des Einbruches und seiner Prävention. Die Macher der Webseite haben ganze Arbeit geleistet und kaum eine Frage ausgelassen.

Derzeit ist der Wohnungseinbruch in Wien rückläufig, was nur zum Teil mit der zunehmenden Absicherung der Wohnungen zu tun hat. Viele hunderttausende Wohnungen in Wien haben Türen wie Papier. Dem will die Wirtschaftskammer begegnen und die Bürger und Konsumenten zu Investitionen anstiften.

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Im Web: Sicher Daheim

Marcus J. Oswald (Ressort: Einbruch, Prävention, Förderung, Strategien)

BEGEH will Geschäft forcieren – Allheilmittel Funkschlüssel?

Posted in Einbruch, Praevention by sicherheitwien on 17. August 2010

Die Firma Begeh verspricht zu viel Sicherheit durch ihr System.
(Foto: Werk)

(Wien, im August 2010) Eine Firma aus Wien hofft derzeit auf das große Geschäft gegen den Wohnungseinbruch: BEGEH. Man verkauft Funkschlüssel für das Haustor der Zinshäuser Wiens.

Damit hat die Firma eine gewisse Marktlücke entdeckt und man will durch weitere Werbeveranstaltungen den Kontakt zu den Kunden nicht verlieren. Diese sind: Hauseigentümer, Hausverwaltungen sowie Firmen, die dennoch Zutritt in Häuser brauchen. In Summe ist das ein breiter Markt, den man für sich entdeckt hat.

BEGEH sagt, dass der Funk-Schlüssel die Wunderwaffe gegen Wohnungseinbruch sei. Damit erzählt man Märchen. Der Funkschlüssel sichert ein Haus nur von der Frontseite ab, nicht aber von der Hinterseite und über Hofmauern.

Begeh-Schlüssel bald in großen Stückzahlen im Umlauf

Ferner kommt der BEGEH Schlüssel wie einst der Postkastenschlüssel immer mehr in großen Dimensionen in Umlauf. Mit diesem In-Umlaufbringen der BEGEH-Schlüssel, die ebenso Universalschlüssel für alle Gegensprechanlagen sind, entseht auf Sicht das exakt gleiche Problem, das nach 40 Jahren Postkastenuniversalschlüssel auch nach und nach entstand: Jeder, der will, hat einen.

Besieht man sich die umfassende Liste alleine für Wien, welche Einrichtungen und Mitarbeiter dieser Dienste nun schon über eine BEGEH-Card verfügen, ist es nur eine Frage der Zeit, wann die erste Stelle undicht wird.

Ein paar Einrichtungen herausgegriffen: Feuerwehr Wien (Einsatzkräfte), Polizei Wien (Einsatzkräfte), Wiener Berufsrettung (MA 70) (Einsatzkräfte), Samariterbund Österreich (Einsatzkräfte), Johanniter (Einsatzkräfte), Malteser Hospitaldienstes Austria (Einsatzkräfte), Österreichische Post (Postdienste), Redmail (Postdienst), Müllabfuhr in Wien MA 48 (Müllentsorger), Wien Energie Fernwärme (Energieversorger), Wien Energie Wienstrom (Energieversorger), Wien Energie Gasnetz (Energieversorger), Redmail (Zeitungszustellung), Firma MediaPrint (Zeitungszusteller), Medien.Zustell GmbH (Posttochter), Media Logistik GmbH (Zeitung Österreich, Zeitungszusteller), MORAWA Buch & Presse – Business Subscription Services (Zeitungszusteller), Hausbetreuung Dimmi GmbH (Hausbetreuung), Jürgen Schmidt GmbH (Hausbetreuung), Attensam GmbH (Hausbetreuung), und so weiter. Wie gesagt: Die Liste ist sehr lang.

Der Begeh-Schlüssel wird den Z-Schlüssel ablösen. In jeder Hinsicht. (Foto: Werk)

Freilich kann man Einschränkungen treffen, wer das Haus betreten soll. Doch wie will man unter 26 Parteien im Haus einen Konsens darüber treffen? Der eine sieht solche Dienste als wichtig, der andere solche. In Zinshäusern ohne Eigentümer, also mit Mietern, hat die Hausverwaltung zu entscheiden, was ein wichtiger Dienst und was ein unwichtiger ist. Das funktioniert nicht.

Was damit zu sagen ist: Das Märchen, dass ein BEGEH-Schlüssel Einbrüche eindämmt, ist ein aktueller und guter Verkaufstrick. Die Gefahr auf Einbruch verlagert sich nur zeitlich. Denn jeder der Mitarbeiter dieser oben genannten Firmen – und die Liste ist sehr lang – hat einen BEGEH-Schlüssel. Und jeder dieser Mitarbeiter hat Verwandte, Freunde, Partner und kann den BEGEH-Schlüssel temporär weitergeben. Schlüssel werden gestohlen. Es kam schon vor. Ein Blick auf die Webseite des Fundamts zeigt, wie viele Schlüsselbunde verloren gehen.

Noch ist der BEGEH-Schlüssel eine brandneue Erfindung. Aber in drei Jahren ist er so weit verbreitet wie heute der „Z-Schlüssel“. Es wird also nur temporär, in der Übergangsphase Ruhe sein.

Mit solchen naiven Erwartungen fühlen sich Hausbewohner sicher.
(Foto: Begeh-Webseite)

BEGEH wirbt mit dem Marketingtrick, dass die Karten unüberwindbar sind. Nun, man denke nach: Man konnte sich bei der Einführung der Bankomatkarte auch nicht vorstellen, dass Dritte den Code knacken und Geld beheben.

Ein weiteres Argument gegen den Begeh-Schlüssel ist, dass ein Schwarzmarkt entstehen wird. Man darf erinnern, dass der Z-Schlüssel vor 15 Jahren am Schwarzmarkt noch rund 2.000 ATS gekostet hat. Dann verfiel der Preis und heute kann man ihn um 15 Euro bei jedem Schlüsseldienst des Vertrauens kaufen. Die BEGEH-Card wird ein ähnliches Schicksal haben. Am Schwarzmarkt bald um 200 Euro, dann immer billiger und dann ist das System am Boden und der Mythos entzaubert.

Man muss die BEGEH-Card nüchtern sehen. Eine einfache Eintrittshemmung via Gegensprechanlage. Das stärkste Gegenargument ist aber dieses: Ein Haustor ist nie zugesperrt. Es fällt nur ins Schloss. Daher ist es mit einem einfachsten „Chicago-Besteck“ innerhalb von 90 Sekunden zu öffnen. Von etwas Geübten.

Daher ist das Argument, dass die Gegensprechanlage und der Z-Schlüssel gar so wichtig seien, um in ein Zinshaus zu gelangen, nur ein Verkaufstrick von BEGEH. Die Firma suggeriert, dass Vorsatzeinbrecher naive Menschen sind und keine handwerklichen Profis, die kein unversperrtes, einfaches Zylinderschloss öffnen könnten. Die Ernüchterung wird auf den Fuss folgen, wenn die ersten Wohnungseinbrüche in Zinshäusern mit dem angeblich todsicheren BEGEH-System stattfinden.

Die Firma macht derzeit noch gute Geschäfte. Und wieder eine Open-House-Veranstaltung, um ihr Produkt zu bewerben. Diese findet am 30. September 2010 statt.

Marcus J. Oswald (Ressort: Einbruch, Prävention)

Präventionstipp gegen Einbruch – Das Scherengitter

Posted in Einbruch, Praevention by sicherheitwien on 21. August 2009

Eine Alternative gegen Einbruch: Scherengitter. Teilzahlung ist möglich.
(Foto: Aushang der Firma KLBG Wintergarten und Einbruchschutzsysteme)

(Wien, im August 2009) Die Hitze drückt derzeit die Leute aus den Wohnungen in Kurz- oder Langurlaube, auf Seen oder in Schwimmbäder. Viele Wohnungen sind verwaist. Das zieht Einbrecher an. Ein Einbruch dauert in der Regel fünf Minuten. In diesem Zeitfenster geschieht er durch die Tür – oder nicht.

Scherengitter halten Einbrecher effektiv ab

Versierte Alteinbrecher wie der auf dieser Webseite in Vergessenheit geratene Ernst Walter Stummer sagen, dass der sicherste Schutz gegen Einbruch das Scherengitter ist. Das Scherengitter vor der Flügeltür der Altbauwohnung sei das effektivste Hindernis. Das Gitter wird nicht nur durch ein Schloss gesichert, sondern oftmals bei längerer Abwesenheit zusätzlich mit einem Motorradschloss der Marke ABUS umwickelt, das laut Wunderschlosser Michael Bübl nur mit einem Diamantschneider zu öffnen ist. Damit ist der Zutritt zur eigentlichen Tür so gut wie verhindert.

Ratenzahlung möglich

In manchen Wohnungen im 7. Wiener Bezirk sind Scherengitter sehr verbreitet. In manchen Bezirken gibt es sie gar nicht. Man kann auf Wien bezogen sagen: Wo der Wohlstand tatsächlich zu Hause ist, gibt es Scherengitter. In den Armeleutebezirken außerhalb des Gürtels gibt es sie fast nicht. Denn sie sind teuer.

Der „Scherengitterkönig“, der auf „schwarzen Brettern“ in Altbauten seine Prospekte aufhängt, preist sie derzeit zum Aktionspreis von rund 1.700 Euro an. Man bietet Teilzahlung wie im Elektromarkt beim Kauf eines Computers (29,30 Euro/Monat).

Optik nicht schön

Hauptüberlegung für oder gegen das Scherengitter ist sicher die Optik. Sie sind nicht schön. Außerdem ist der Aufwand, beim kurzen Weggehen das Gitter zuschieben zu müssen, zu berücksichtigen. Dennoch: Wer eine Ordination, eine Kanzlei oder wertvolles Wohnungsinventar hat, kann sich eine Anschaffung überlegen.

Im Web: Der Scherengitterkönig

Marcus J. Oswald (Ressort: Einbruch, Prävention)

Stummers Freunde (bei der Polizei)

Posted in Ernst Walter Stummer, Praevention, Veteranen by sicherheitwien on 22. Dezember 2006

Am 2. August 2006 erhielt Ernst Walter Stummer einen Brief.
(Foto: Briefkopf)

(Wien, im Dezember 2006) Ex-Meistereinbrecher Ernst Walter Stummer, 68, Mann mit 19 Vorstrafen und selektivem Heiratskatalog, suchte bei der Polizei brieflich um Rat, wie er seine seit Jahren in Gründung befindliche Zeitschrift „Öffentliche Unsicherheit“ finanzieren soll.

Mag. Herwig Lenz vom Innenministerium schrieb zurück.

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GZ: BMI-ID1100/0173-II/BK/1.6/2006
E-Mail an Herrn Ernst Stummer
Ernst Stummer Sewuz
Mail: SEWUZ@gmx.at, 2. August 2006

Betreff:
– Informations- und Dokumentationsangelegenheiten, Auskunfts- und Beratungsleistungen
– Anfrage des KBM – Schreiben von Herrn Ernst Stummer Sewuz betreffend „Singlekatalog und Öffentliche Unsicherheit“

Sehr geehrter Herr Stummer!

Österreich ist eines der sichersten Länder nicht nur in Europa.

Das Büro für Kriminalprävention und Opferhilfe im Bundeskriminalamt schätzt Ihren Einsatz für die Verbrechensvorbeugung sehr. Kriminalprävention kann nur gelingen, wenn sich alle Mitglieder der Gesellschaft daran beteiligen und sich darum bemühen.

Leider gehen immer noch zu viele Bürger davon aus, dass alleine die Polizei dafür zuständig ist, Straftaten zu verhindern und bleiben selbst völlig untätig. Dabei würde schon eine Verbesserung dadurch entstehen, wenn sich jeder informiert und z. B. durch den kriminalpolizeilichen Beratungsdienst beraten lässt. Wie Sie richtig erkannt und angeführt haben, bietet die Exekutive kostenlose Beratung in allen Bereichen der Kriminalprävention an – dieses Angebot wird leider immer noch zu wenig genützt – oft erst dann, wenn schon etwas passiert ist.

Auch Ihre Idee (ehemalige) Straftäter mit deren Tipps und Erfahrungen in Ihre Überlegungen und Projekte einzubeziehen, ist sehr begrüßenswert. Auch wir von der Kriminalprävention kooperieren mit Instituten, die Täterbefragungen durchführen und aus deren Expertisen leiten wir unsere Strategie ab.

Sie sprechen die soziale Situation der „Einbrecher“ und die Ausbeutung Strafgefangener an: Diesbezüglich darf ich Sie bitten, dass Sie sich an das Bundesministerium für Justiz wenden.

Uns ist natürlich auch klar, dass es verschiedene Ursachen gibt, warum jemand straffällig wird: Besonders wirken sich das soziale Umfeld und die Familienverhältnisse auf die Entwicklung eines Menschen aus. Wir vermitteln daher auch unseren Polizisten in Seminaren Kenntnisse in Psychologie und Soziologie, damit diese noch besser verstehen, warum manche Jugendliche so aggressiv reagieren, warum sie Diebstähle begehen und so gewalttätig werden.

Ihre Idee durch den Verkauf eines Aufklebers „Sozialgeschädigte“ zu unterstützen und dabei mit einer Institution wie der Kirche zusammenzuarbeiten, ist nachvollziehbar, jedoch mahne ich zur Vorsicht der Stereotype und Stigmatisierung.

Einbrecher müssen ablassen

Ihre Tipps betreffend Sicherung von Wohnungen und Häuser (Türen, Fenster, Keller, Licht, Bewegungsmelder etc.) sind absolut richtig, weswegen wir diese schon jahrelang promoten. Wenn sich alle daran halten, würde so mancher Einbrecher von seinem Vorhaben ablassen. Sie nennen Ihr Magazin „Öffentliche Unsicherheit“: In diesem Punkt würden wir vorschlagen, für die Bezeichnung ein positives Schlagwort zu wählen – das Thema Kriminalprävention sollte sich nicht auf den ersten Blick negativ im Kopf des Lesers manifestieren.

Abschließend bedanken wir uns bei Ihnen sehr herzlich für Ihr großes Engagement im Bereich der Kriminalprävention und ihren großen Einsatz. Leider sehen wir uns derzeit nicht in der Lage Ihre Projekte und Ihre wertvolle Arbeit finanziell zu unterstützen, da unsere Budgetmittel – gemessen mit den vielfältigen Aufgaben (Prävention und Opferhilfe) – sehr knapp bemessen sind und wir keine freien Mittel zur Verfügung haben.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft bei Ihrer Arbeit im Kampf gegen die Kriminalität und bedanke mich, dass Sie sich aktiv für die Sicherheit unseres Landes so einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Mag. Herwig Lenz

Eingestellt von Marcus J. Oswald (Ressort: Veteranen, Ernst Walter Stummer, Prävention)

Forderung der Wiener FPÖ – Berittene Polizei

Posted in Einbruch, Kurioses, Praevention by sicherheitwien on 28. September 2006

Starke Ansage in Zeitung HEUTE vom 26. September 2006, S. 14. (Quelle: Archiv Oswald)

(Wien, im September 2006) Mit einer Alternative ließ die Wiener FPÖ aufhorchen. Pferde gegen Gauner! Sporen für die Wiener Polizei bei der Verbrechensbekämpfung! Die Meldung der Tageszeitung „HEUTE“ (26. September 2006) war knapp. Daher sattelten wir unser Pferd und ritten mit dem Hengst BLAULICHT und GRAULICHT zu einer Unterredung zum Saloon „Rathaus“, um an der Tränke beim Rathausplatz nachzufragen: Beim FPÖ-Mann Anton Mahdalik.

51.000 Euro Startfinanzierung wäre nötig

Wir erreichten ihn am Handy. Er gab Auskunft. Die erste Frage war rasch abgehakt: „Nein, das war ernst gemeint. Es wurde nur verkürzt in der Zeitung dargestellt“, so Mahdalik. In der Tat hat die Wiener FPÖ ein Konzept in der Schublade, das eine Bereitung der Wiener Polizei vorsieht. „Wir haben das auch ausgerechnet, was das kosten würde.“ Vorweg: Nicht viel! Aus dem Stehgreif nennt Mahdalik eine Zahl: 51.000 Euro Startfinanzierung.

Für Details müßte er in den Computer schauen. Er bietet das Detailkonzept zum Zuschicken an. Später einmal, so B&G. Auf die Frage: „Sie sagen in Aspern und Breitenlee sollte das zur Anwendung kommen. An wie viele Pferderln hätten Sie denn da gedacht, zwei oder drei?“ Mahdalik: „Ungefähr 30 sollten das sein.“

30 PS für die Polizei

Auslöser für diese Idee ist eine neuerliche Einbruchsserie in der Lobakgasse, zuletzt in fünf Eigenheime, bei denen die Täter ungeschoren davon kamen. Dazu die Stimmung aus dem Volk: „Mir sagte kürzlich ein Gastwirt, der einen Polizisten auf dem Mofa (Kleinmotorrad) sah: Das wirkt lächerlich.“ Pferde wären anders.

Weitere Vorteile, laut FPÖ: „Ein Pferd ist respekteinflößend. Das wäre auch eine Touristenattraktion.“ Vor allem ein Galoppschritt zu mehr Effizienz in der Polizei. Mahdalik: „Derzeit werden Einbrüche im Bezirk Donaustadt (22. Wiener Bezirk) von einer einzigen Beamtin bearbeitet. Die kommt mit dem Schreiben nicht mehr nach. Die haben überhaupt keine Zeit mehr für Tatortarbeit.“

Hoch zu Ross

Von Polizisten auf Fahrrädern hält er nichts. Auch auf Kleinmopeds wirkten Polizisten nicht abschreckend genug. Hoch zu Ross wäre im ländlichen Umfeld Wiens an der Landesgrenze zu Niederösterreich schon etwas anders. Auf die Frage, in welchen anderen Städten es berittene Polizei gibt, gibt sich Mahdalik beschlagen: Brüssel, London, München, Rotterdam. Wien solle nicht hinterher hinken.

Abschlußfrage: „Glauben Sie, dass Sie das durchsetzen können?“ Mahdalik: „Die Roten (SPÖ, Anm. B&G) in der Wiener Polizei sind dagegen.“ Nachsatz: „Aber man muss es immer wieder fordern.“

Pferdefreund Anton Mahdalik, FPÖ-Bezirksrat in Wien: Fordert berittene Polizei für Wien.
(Foto: FPÖ, Repro: B&G)

Marcus J. Oswald (Ressort: Einbruch, Prävention, Kurioses)

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