Ruhe und Ordnung – Das Sicherheitsmagazin

Michael Bübl öffnet das Vorhangschloss

Posted in Schlosskunst, Technik by sicherheitwien on 6. Oktober 2009

Lockpickcamp - Oder, Lernen, wie man Schlösser öffnet. Auf Costa Rica. Michael Bübls neues Seminar. Für Männer und Frauen. (Foto: lockpickcamp/geheimwissen)

(Wien, im Oktober 2009) Michael Bübl ist der Magic Christian der österreichischen Schlosserszene. Er ist der Star unter den Männern mit den Wunderhänden. Er öffnet Schlösser, Safes, schreibt Bücher, Sachbücher, die sich 100.000 Mal verkaufen und in ein halbes Duzend Sprachen übersetzt werden.

Bestverkauftes Fachbuch

Sein Buch „Geheimwissen Schlüsseldienst“ ist eines der meistverkauften Fachbücher in Österreich der letzten Jahre. Er erreicht Dimensionen eines Kochbuchs. Das bestverkaufte Buch aller Zeiten zum sperrigen Thema Schlüssel und Schlösser ist es sowieso. Es wurde bisher in sechs Sprachen übersetzt (Englisch, Französisch, Spanisch, Tschechisch, Italienisch, Polnisch) und wird weltweit verkauft. Die Sprachen russisch und slowakisch sind derzeit in Arbeit, aber noch nicht druckfertig. Man muss das betonen: Dem Prophet im eigenen Land, der meist wenig gilt, gelang, was man ihm einmal nachmachen muss: Ein Fachbuch aus Wien-Schwechat, das bald in acht Landessprachen verkauft wird.

Bübl öffnete mit Handy einen Elektroniktresor!

Michael Bübl ist noch etwas gelungen: Als bisher einziger Österreicher konnte er mit einem handelsüblichen Handy verschiedene Elektroniktresore öffnen. Das ist „Wetten-Dass“-reif und überraschte selbst die Fachleute aus der Schlosserszene. Ins Fernsehen geht er trotzdem nicht. Denn Michael Bübl ist etwas pressscheu. Zwar rufen laufend Fernsehmedien bei ihm an und wollen ihn als Gast und Sicherheitsexperten für diverse Frühstücks- und Nachmittagssendungen. Doch er meidet die Öffentlichkeit, da er seine Taten und Worte sprechen lassen will.

Dabei ist er unzweifelhaft in Österreich der Erfinder des „Schlagschlüssels“, ein Instrument zum Öffnen von Türen. Er hat diese Operationstechnik in einem Fachbuch als erster Österreicher ausführlich beschrieben. Er muss sich also medial nicht verstecken.

Panzerknacker-Camp

Das nächste Projekt ist nun ein „Panzerknacker-Camp“ in Costa Rica. Dort wird unter tropischer Sonne (mit viel weiblicher Begleitung!) das Nützliche mit dem Praktischen verbunden und in einem „Ausbildungscamp“ gelernt wie man Schlösser öffnet. Die entsprechende Domain für die Projektwebseite hat er sich schon gesichert. (www.lockpickcamp.com – seit einigen Tagen online!)

So, jetzt kurz zum Fachlichen. Wie öffnet man eigentlich ein Vorhängeschloss, zu dem man keinen Schlüssel hat? Ohne Durchschneiden des Bügels? Das geht einfach. Michael Bübl erklärt es im Buch „Geheimwissen Schlüsseldienst“.

Vorhangschlösser

Bübl weiß: „Vorhangschlösser professionell mit Sonden aufzusperren ist ein sehr schwieriges Vorhaben.“

Er weiß aber auch: „Selbstverriegelnde Vorhangschlösser, die beim Zusammendrücken einschnappen, und nach einer halben Drehung mit dem Schlüssel wieder selbst aufspringen, sind sehr weit verbreitet. Sie stellen kein wirkliches Hindernis dar und sind ein leichtes Spiel für einen erfahrenen Sperrtechniker.“ Also wie geht’s? So.

Michael Bübl zeigt, wie man ein Vorhangschloss öffnet.
(Foto: Geheimwissen Schlüsseldienst)

Methode 1 – Vom Bügel

Man muss einen Blechstreifen zurechtbiegen. Die oben abgebildete Form „arbeitet besonders effektiv“ und ist „in der Praxis erprobt worden“, so Bübl. Man solle ein Stahlblech in der Stärke 0,2 Millimeter verwenden und einen „Shim“ (Metallform) herstellen. Bübls Tipp: „Aus alten Disketten lassen sich besonders gute ‚Shims‘ herstellen.“

Mit diesem „Shim“ fährt man dann im dem Schloss gegenüber liegenden Bügel in den Zwischenspalt und dreht vorsichtig. Der gefederte Bolzen wird so zurückgedrängt und springt auf! Diese Methode ist kinderleicht.

Michael Bübl zeigt, die man ein Vorhangschloss mit einer spitzen Sonde öffnet: Bis ans Ende des Schlüsselkanals, um mit Fingerspitzengefühl den Rückhaltebolzen mit der Spitze nach unten zu ziehen. Diese Methode braucht Übung. (Foto: Michael Bübl aus Geheimwissen Schlüsseldienst)

Methode 2 – Vom Schlüsselloch weg

Die andere Methode ist die heiße Methode, die mit der „Sonde“ arbeitet. Diese muss „sehr scharf geschliffen“ sein oder eine Art Reißnadel sein. Man fährt mit der Nadel bis zum Ende des Schließkanals durch. Man muss bis zur „Verriegelung“ gelangen, besser zum Rückhaltebolzen. Dann schiebt man mit der „Sonde“ den gefederten Bolzen zurück. Im Gegensatz zur „Blechmethode“ ist diese Technik eher Geübten, Fingerfertigen, Costa-Rica-Seminar-Panzerknackern vorbehalten, da man dafür mehr Übung braucht.

+++

Webseitenempfehlungen:
www.lockpickcamp.com
www.geheimwissen.at

Marcus J. Oswald (Ressort: Technik, Schlosskunst)

Advertisements

Wunderschlosser Michael Bübl mit neuen Büchern

Posted in Buch, Schlosskunst, Wissen by sicherheitwien on 7. Dezember 2008

Geheimwissen zu Einbruchsverhütung, Tresore und Safes.

(Wien, im Dezember 2008) Der niederösterreichische „Wunderschlosser“ Michael Bübl mit Wurzeln aus Oberösterreich (Gmunden), hat seine Buchproduktion ausgebaut. Er schreibt Romane, Erinnerungen an seine Anfänge als Schlosser und seine Laufbahn als technischer Tüftler. Er verlegt seine Bücher im Eigenverlag.

Geheimwissen Schlüsseldienst wirbelte einigen Staub auf. Für 52 Euro viele Einsichten.

Angefangen hat er 2005 mit seinem Knaller, der in der Branche durch die Offenlegung einiger Geheimnisse die Wellen hoch schlagen ließ: „Geheimwissen Schlüsseldienst“ – mittlerweile auch ins Englische übersetzt. Doch er beließ es nicht dabei, sondern begann danach eine richtige Buchproduktion. Er verbringt offenbar mehr Zeit hinter dem Bildschirm als der Herausgeber dieser Seite. Daher gibt es zahlreiche Neuerscheinungen.

Roman Der Raubkopierer von Michael Bübl.

Ein Roman mit dem Titel „Der Raubkopierer“ ist fertig gestellt. Der Verlag reißt den Titel so an: „Ein Thriller, in dem es den Piraten an den Kragen geht. Verbrecher werden verfolgt, Recht wiederhergestellt!“ So soll es sein.

Wer sich aussperrt, braucht den Experten. Dieses Buch erzählt davon.

In einem weiteren Buch erinnert sich Bübl an seine zwanzigjährige Tätigkeit als Schlüsseldienstleister. „Ausgesperrt“ beschreibt einige seltsame Ereignisse rund um Kunden, denen er die Tür öffnete.

Ein Schlag und offen. Michael Bübl weiß, wie es geht.

Meister Michael Bübl stellt immer wieder etwas kokett die Frage, ob er der Erfinder der Schlagtechnik ist. Die Schlagtechnik ist eine mechanische Form der Öffnung eines Schlosses, ohne es zu zerstören. Wie das läuft, wie die Technik entwickelt wurde, erzählt er dem Fachpublikum in diesem Buch.

Anleitung zum Schlüsselfeilen, ohne das Schloss zu zerlegen.

Vor Jahren brachte Michael Bübl das Fachbuch „Impressionstechnik – Anleitung zum Schlüsselfeilen“ heraus. Darin wird beschrieben, wie man einen Schlüssel feilen kann, ohne das Schloss zu zerlegen. Dieses 50-Seiten-Büchlein gibt es nicht mehr zu kaufen. Es ist leider vergriffen.

Sein Romandebüt bietet Michael Bübel kostenlos zum Download an.

„Der eiskalte Einbrecher“ bietet Schlossermeister Bübl kostenlos auf seiner Webseite www.geheimwissen.at zum Download an. Kurzinhalt: „Durch Zufall entdeckt der Botendienstfahrer Phil, unser sympathischer Protagonist, eine Sicherheitslücke bei Tresoren von Supermarktketten. Er erzählt seiner Freundin und seinen Kollegen von dieser Beobachtung. Die drei völlig verarmten jungen Großstädter haben ihr tristes Dasein so sehr satt, dass sie darauf beschließen ein krummes Ding zu drehen. (…) Zwischen ihnen und dem Geld sind nur die Stahltüren der Panzerschränke. Lesen Sie, wie aus drei unbedarften Amateuren eiskalte Profis, Aufsperrspezialisten und Panzerknacker werden, und mit welchen Tricks sie die größten und besten Geldschränke öffnen.“

Das Buch ist „sozialkritisch und amüsant“, so der Verlag.

Neuerscheinung im April 2009: Geheimwissen der Einbrecher aus der Feder Michael Bübls.

Das Neueste zuletzt: Michael Bübl hat ein neues Buch in Vorbereitung, das er im April 2009 erscheinen läßt.

Vorschau Verlagstext: „Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen! Diese und ähnliche Sätze stehen jeden Tag in der Zeitung. Und was sollen Sie jetzt mit dieser überaus wichtigen Meldung anfangen? Was können Sie jetzt tun? Nichts, denn das ist nutzloses Wissen, diese Erkenntnis bringt den Opfern nichts. Das ist alles Schwafel, Schwafel und bla, bla. Sie sind vielleicht das nächste potentielle Verbrechensopfer und Ihnen wird das Wichtigste verschwiegen, nämlich das WIE! Mit dieser Geheimnistuerei ist endgültig Schluss! Es wird Zeit die Bevölkerung endlich aufzuklären, und nicht im Dunkel zu lassen und den Leuten die Arbeitsweise der Einbrecher zu zeigen, denn die Verbrecher besitzen dieses Wissen längst.“

+++

Bestellungen unter (Online-Versand; auch Abholung möglich): www.geheimwissen.at

Marcus J. Oswald (Ressort: Wissen, Buch, Schlosskunst)

%d Bloggern gefällt das: