Ruhe und Ordnung – Das Sicherheitsmagazin

Schlossexperte „EVVA“ schluckt Supermarkt „Security Land“

Posted in Sicherheitsbranche by sicherheitwien on 21. Mai 2010

EVVA kaufte Securityland.

(Wien, im Mai 2010) Eine Firmenübernahme fand im Mai 2010 in der Sicherheitsbranche seinen Abschluss.

Die 1919 gegründete „Erfindungs-Versuchs-, Verwertungs-Anstalt“, besser bekannt unter dem Namen „EVVA“, übernahm den Supermarkt für Sicherheitstechnik „Security Land“.

Vertriebsschiene

„Security Land“ wurde erst 2005 gegründet und hat seinen Stammsitz bei der Shopping City Süd. Der Supermarkt vertreibt Sicherheitswaren im Endkundenbereich. Verkauf, Vertrieb und Montage wurden die Stärken von Security Land und genau hier will EVVA einhaken: Die neuen Alarmanlagensysteme (Basic, Prime und Deluxe), aber auch die diversen Schlüsselsysteme sollen über die Shopmarke „Security Land“ besser an den Mann gebracht werden.

Der Kauf der Firma „Security Land“ wurde von EVVA in einer Press Release am 17. Mai 2010 bekannt gegeben.

Marcus J. Oswald (Ressort: Sicherheitsbranche)

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Seminar Lauschabwehr am Arbeitsplatz – Vorschau

Posted in Seminar, Sicherheitsbranche, Termindienst by sicherheitwien on 4. Mai 2009

Schnüffler und Diplomingenieur Markus Schwaiger: Gibt Auskunft, wie man systematische Wirtschaftsspionage zum eigenen Schaden abwehrt. (Foto: Verband EURODET)

(Wien, im Mai 2009) Von Wirtschaftsspionage ist jedermann betroffen, der Kundenkreise unterhält und ein Netzwerker ist, so die Seminarveranstalter. Werden Netzwerke von Außen unterbrochen, „angezapft“, Emails „mitgelesen“, Büroarbeitsplätze durch Fremde „überwacht“, wird ein Regelkreis der Information empfindlich unterbrochen. Man nennt das: Wirtschaftsspionage.

O’zapft is

Das Thema ist ein Tabuthema und wird kleingeredet, als wenn nur die Ehefrau die SMS „mitliest“. In Wahrheit gehe es um hart erarbeitete Firmenwerte und teilweise auch mehr oder weniger wichtige Geschäftsunterlagen, die durch Spionage an Außenstehende gelangen.

Von Datendiebstahl zur Produktpiraterie

Im Kleinen nennt man das Datendiebstahl. Im größeren Zusammenhang heißt es Plagiieren, im sehr Großen Produktpiraterie. Das Thema ist komplex und weitläufig und immer öfter Fortbildungsthema für jene, die sich mit Zielabwehr von Wirtschaftsspionage beschäftigen, um Wertverluste zu verhindern.

Experten laden

Markus Schwaiger vom EURO-Detektivverband und Cornelia Haupt von der Fachzeitschrift Der Detektiv veranstalten ein solches Seminar, das am 9. Juni 2009 ganztägig von 9 Uhr 00 bis 18 Uhr 00 im Salon Montleart im malerischen Schloß Wilhelminenberg (sehr schön, der Herausgeber machte dort 1994 ein EU-Seminar), Savoyenstraße 2, 1160 Wien stattfindet.

Größter Feind – im eigenen Bett!

Die Zielgruppe: Das Seminar richtet sich an Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern (zu deutsch von AG bis KMU abwärts, nicht aber die EPUs, Anm B&G), also Firmen, die stark PC-basiert und auf mehreren Entscheidungsebenen arbeiten und die zahlreiche „Sicherheitslücken“ haben könnten, von denen sie noch gar nichts wissen. Der größte Feind des Unternehmens liegt oft im eigenen Bett.

Behandelt werden folgende Themen:

  • Das Wesen der Information (Einstufung von Know-how und Betriebsgeheimnissen und deren Geheimhaltung)
  • Organisatorische und technische Maßnahmen zum Schutz von Betriebsgeheimnissen und Know-how
  • Auswirkungen durch unerlaubte Informationsgewinnung / Verlust des firmeninternen Know-hows durch Dritte
  • Möglichkeiten der unerlaubten Informationsgewinnung durch Indoor- und Outdoor-Täter
  • Möglichkeiten eines Lauschangriffes und Abwehr
  • Bearbeiten von klassifizierten Informationen in abhörgeschützten Bereichen
  • State of the Art / COTS (Commercial off-the-shelf)
  • Technische Informationsverarbeitung
  • IT Safety / IT Security (Fallstudien / Irrtümer / Präventivmaßnahmen)
  • Best Practices (Backup / E-Mails / Datenträger / Internet / Notebooks / Mobil Telefonie)
  • Malware (Verbreitung / Entwicklung)
  • Überwachung von Rechnern (Motivation / Möglichkeiten / Differenzierung legaler und illegaler Maßnahmen)
  • Wirtschaftsspionage per Computer
  • Erkennung von Angriffsversuchen und Prävention – Gegenmaßnahmen
  • Abwehr von Spionageangriffen

Das Seminar kostet: 399 Euro (inkl. 20% Ust.). Inklusive: Alle Unterlagen. Gute Verpflegung: Begrüßungskaffee, 3-gängiges Business-Lunch zu Mittag, Mineralwasser dazwischen, Kaffeepause, noch einmal Kaffeepause und Kipferl.

Die Vortragenden sind Oberst iR. Reinhard Kohlweg vom BMLVT, Experte für IKT-Sicherheit und Lauschabwehr, nun gerichtlicher Sachverständiger für Geräte zur Lauschabwehr, Diplomingenieur Markus Schwaiger, seit 2000 Detektiv mit Schwerpunkt IT-Abwehr und Abwehr von Kommunikationseingriffen (je zwei Vorträge), sowie Max Burger-Scheidlin von der Internationalen Handeskammer.

Sie melden sich unter an:
E-Mail: anmeldung@tatort-firma.at
Fax.: 01 817 495 53 711
Homepage www.tatort-firma.at

Nirgendwo wird so viel gestohlen wie an Firmencomputern. (Foto: Flyer - Tatort Firma)

Flyer zum Download (pdf, Link noch off)

Marcus J. Oswald (Ressort: Termindienst, Seminar, Sicherheitsbranche)

Wiener Polizei sucht 100 Polizisten via AMS

Posted in Bundespolizei, Polizei Wien by sicherheitwien on 8. April 2009

Insbesondere darf darauf hingeweisen werden, dass es sich bei dem Polizeiberuf um einen tatsächlich krisensicheren Beruf handelt. (Zitat Inserat) - Wiener Polizei sucht 100 neue Polizisten. (Quelle: AMS Inserat 3817954, 6. April 2009)

(Wien, im April 2009) In Wien gibt es viele Forderungen, die den Alltag leichter machen:

  • Fiaker-Pferde sollen keine Rossknödel auf die Straße fallen lassen. Die „Pooh-Bags“ wurden eingeführt. Doch nicht alle tragen sie.
  • Taxifahrer sollen mit japanischer Fracht nicht für die Tour Staatsoper – Volkstheater via Westbahnhof und über Ottakring fahren. Es gibt immer wieder „schwarze“ Schafe unter den vielen ehrlichen Taxilenkern.
  • Dritte Forderung: Der Verzehr mitgebrachter Speisen soll in den Wiener U-Bahnen und Straßenbahnen wegen Geruchs- und Dampfbelästigung der chemischen Geschmacksverstärker verboten werden.
  • Vierte Forderung: 150.000 Wiener Hunde sollen in Wien nicht in Grünflure, Parkflächen und Buschnester scheißen. Wenn doch, sollen bei sonstiger Verwaltungsstrafe von 36 Euro die Halter die Würstel aufsammeln.
  • Fünfte Forderung: Besserer Schutz für Fahrräder. Dem Herausgeber wurde erst am 23. April 2009 seines (und zwar das sechste Mal seit 1998) gestohlen.

Für all das ist im weitesten Sinn die Wiener Polizei zuständig. Und natürlich für vieles mehr, obwohl es in Wien für Ordnungsdinge mittlerweile schon acht weitere uniformierte Dienste gibt, bei denen die Verwechslungsgefahr zur originalen Polizei hoch ist.

Älteste Forderung: Mehr Polizei!

Daher ist eine der ältesten Forderungen in Wien, vermutlich seit Bürgermeister Karl Lueger: Mehr Polizei! Der derzeitige Bürgermeister Michael Häupl posaunt in jeder Sonntagsrede immer das gleiche: „1.000 Polizisten mehr!“ Diese Forderung ist in seiner Massiertheit inflexibel. Doch sie hat Spannkraft und zeigt, dass der populäre Bürgermeister seinen Vorgängern nicht nachstehen will. Einmal forderte er, dass die Wiener Polizei mit ihrer speziellen, Rathaus treuen (daher: SPÖ-nahen) Einstellung nach seiner Ansicht in den Landesdienst übernommen gehört. Die Wiener Polizei wäre als eigene Magistratsabteilung vorstellbar. Da spielte das konservative Innenministerium nicht mit. Dennoch: Der Wiener Bürgermeister versteht es, das Thema Polizei auf positive Weise im Gespräch zu halten. Für ihn ist die Polizei Freund und Helfer. Dass die Wiener Polizei auch ein Intrigantenstadel ist, in der sich drei Gewerkschaften (rot, schwarz, blau) konkurrieren, ist auch Teil einer politischen Wahrheit.

Frische Kräfte

Von Politik wissen die neuen und künftigen Polizisten noch wenig. Sie werden nun gesucht und ausgebildet. Das Inserat via Arbeitsmarktservice (AMS, Zahl 3817954 vom 6. April 2009) beschreibt die Voraussetzungen: „Alter 18-30“, „Österreichische Staatsbürgerschaft“, „volle Handlungsfähigkeit“, „Leumund“, „amtsärztliche Eignung“, „Präsenzdienst erledigt“, „Führerschein Klasse B (PKW)“.

Auslese

Die 100 Neuen werden ausgesiebt. Üblicherweise dauert ein Vorauswahlverfahren von Freitag bis Sonntag. Gemacht werden: Intelligenztests, Gedächtnis- und Schreibtests. „Exploration“ im Einzelgespräch mit einem Psychologen. „Polizeiamtsärztliche Untersuchung“. Sporttests wie 3.000 Meter Laufen, 100 Meter Schwimmen, Liegestütze und ein Koordinationslauf.

Gewichtung auf Athletik

Aus eigener Erfahrung kann der Herausgeber dieses Journals berichten, dass bei Auswahlverfahren eher auf sportmotorische Dinge (Kondition, Ruhe, Fitness) Wert gelegt und weniger auf bildungs- und wissensspezifische Werte Bedacht genommen wird. Die meisten Bewerber scheitern auf Grund der Körpermaße (zu schwach, zu klein – Minimalanforderung ist 1,68 M bei Männern und 1,63 M bei Frauen) oder an leichter Nervösität im Rahmen des Settings des dreitägigen Vorauswahlverfahrens. (Als der Herausgeber 1985 in Linz in der oberösterreichischen Gendarmerie – OÖ. Sicherheitsdirektion – ein dreitägiges Auswahlverfahren mitmachte, schnitt er unter 180 Bewerbern auf Platz 18 ab. Es wurden nur 15 Bewerber genommen und das war knapp daneben.)

Die Wiener Polizei startet eine Personaloffensive und sucht für eine zweijährige Ausbildung mindestens 100 neue Frauen und Männer, die auf die österreichische Fahne einen Eid ablegen. (Foto: BMI)

1.000 Polizisten sucht Wien und 100 Schulabgänger oder Berufswechsler sollen nun gefunden werden. Man kann davon ausgehen, dass sich tatsächlich 1.000 Bewerber und Bewerberinnen finden, aus denen 100 gewählt werden.

Die Zahlen rund um die Personaloffensive sind widersprüchlich. Man muss konkret bleiben: Die politische Forderung des Bürgermeisters (zugleich Landeshauptmann von Wien) lautet „1.000 Polizisten mehr“. Das AMS-Inserat (Kopfbild oben) sagt „100 Polizisten“ werden ab Beginn 2009 zwei Jahre lang ausgebildet. Die Webseite der Wiener Polizeidirektion wiederum spricht von 450 neuen Kräften. Die Wahrheit wird wohl in der Mitte liegen. Man braucht vor allem fähige Bewerber. Neun Mal so viele als man nehmen kann, da die Drop-Out-Quote 90 zu 10 ist.

Zwei Jahre Polizeischule

Den Bewerbern blüht: 24 Monate Polizeischule. Laut Inserat sind das (bei kargem Netto-Lohn von rund 800 Euro) „12 Monate Theorie“, „2 Monate Praxis“, „7 Monate Theorie“, „Dienstprüfung“ und noch einmal „3 Monate Praxis“. Die Ausbildung erfolgt in Wien, Traiskirchen (NÖ), Eisenstadt (BGLD), Krumpendorf (KNTN). Dienstort ist Wien. „Den Absolventinnen wird ein Arbeitsplatz in Wien garantiert“, heißt es im Inserat im Arbeitsmarktservice (AMS).

Ho. Polizei: „Krisensicherer Beruf“

„Insbesondere darf darauf hingeweisen werden, dass es sich bei dem Polizeiberuf um einen tatsächlich krisensicheren Beruf handelt.“ So das Stelleninserat.

Bewerber richten sich an: Landespolizeikommando Wien, Abteilung Personal und Logistiksteuerung, Schottenring 7-9, 1010 Wien. Telefon: 01-31310.

Infonachmittag

Am 16. April 2009 findet um 13 Uhr 30 eine Informationsveranstaltung im Berufsinformationszentrum Wien am Hietzinger Kai 139, 1130 Wien statt.

AMS Inserat 3817954 - 6. April 2009 (Quelle: AMS)

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Bewerbungsformulare finden sich hier in der Verlinkung zum Download.

20-Seiten Information zum Aufnahmeverfahren in die Polizei
Fragebogen zum Familienstand und Ausbildung
Fragebogen zum Berufsstand und derzeitiger Beschäftigung
Offizielles Antragsformular für Bewerber
Ärztlicher Fragebogen
Sicherheitsfragebogen (etwa Pkt. 9 „Besteht gegen Sie ein aufrechtes Waffenverbot?“)

Marcus J. Oswald (Ressort: Bundespolizei, Polizei Wien)

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